Dr. Weigl Augustinowski Treuconsult GmbH München  
Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

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Inhalt:

ACHTUNG SEITE NICHT MEHR
AKTUALISIERT - HISTORISCH

Einleitung

A

Abgeschlossenheitsbescheinigung
Abmahnung
Abrechnung
Abschleppkosten
Abwasserkanal
Altbauten
Amateurfunkantennenanlage
Anfechtung
Anfechtung - Teilanfechtung
Anlieger
Antenne
Arten des Eigentums nach WEG
Auflagen - baurechtliche
Auflassungsvormerkung
Aufrechnung
Auslagen

B

Balkon
Bauliche Veränderung
Baum
Begründung des Wohnungseigentums
Beirat

Beiträge
Berater
Beschluß, nichtiger
Beschwer - Wert

Beschwerdefrist
Beschwerdewert 

Betreten des SE
Beweissicherungsverfahren
Beweisverfahren

Bewirtschaftungskosten

D

Dachboden
Dachterrasse
Drittschützende Normen
Duldungspflicht  
Duplexgarage

E

Eigentum
Eigentum, Arten des Eigentums
Eigentum, Erwerb des Eigentums
Eigentum, Gemeinschaftliches
Eigentümerversammlung
Eigentümerwechsel
Einleitung
Einstimmigkeit
Ersatzzustellung
Erwerberhaftung

F

Falschparker
Fälligkeit der Beiträge, Hausgelder und Sonderumlagen

G

Garageneinfahrt
Gebrauchsregelung
Gefälligkeitsverhältnis
Gemeinschaftseigentum
Gemeinschaftseigentum, notwendiges
Gemeinschaftsordnung
Gerichtliches Verfahren - Kostenaufteilung
Gerichtskosten
Gewährleistungsansprüche
Glasfenster

H

Haftung des Eigentümers
Hausgelder
Hausgeldrückstände
Hausgeldrückstände - Kappung der Versorgungsleitungen
Haustierhaltung
Heizöl
Heizungsumstellung
Hobbyräume
Hund - Schadenersatzansprüche bei Verlust
Hundehaltung

I

Instandsetzung/Instandhaltung
Insolvenzverfahren
Isolierter Miteigentumsanteil

J

Jahresabrechnung

K

Kabelanschluss
Kanal
Kanalanschluss
Kaufrecht
Kaufrecht - beschränkt persönliche Dienstbarkeit bezüglich Fernwärmeleitung eines Grundstückes
Kenntnis (des Verwalters)
Kiosk
Klagebefugnis
Konkurs des Eigentümers
Kosten
Kostenverteilung
Kraftfahrzeug
Küchengerüche

L

Ladung zur Eigentümerversammlung
Lasten
Lastschriftverfahren
Leitungsrechte

M

Markise
Mehrheitsbeschluss
Miete
Mieter - Vorkaufsrecht
Miteigentumsanteil - isolierter 
Modernisierung

N

Nachbarrecht
Nachbarrecht1
Nachbarrecht - Bauschuttrecyclinganlage
Nachbarrecht - Zwangsvollstreckung zur Abwehr von Immissionen
Nichtbeschluß
Nichtigkeit von Beschlüssen
Nießbrauch
Notgeschäftsführer
Notwendiges Gemeinschaftseigentum
Nutzung

P

Parabolantenne
Parkplätze
Preisnachlass für Mängel am Gemeinschaftseigentum
Produkthaftpflicht
Protokoll

R

Rauchen in der Eignetümerversammlung
Raumeigentum
Rechnungslegung
Rechtsanwaltsgebühren
Rechtskosten
Rechtsmissbrauch
Rechtsmittel in WEG-Sachen
Rechtsschutzversicherung
Rohrleitungen
Rücklagenverrechnung

S

Sachverständigenkosten
Satellitenschüssel
Schenkungsrecht
Schwertransport
Selbständiges Beweisverfahren
Selbständiges Beweisverfahren - Streitwert
Sichtschutz
Sondereigentum
Sondernutzung
Sondernutzungsrechte - fehlgeschlagene Begründung
Spritzwasser
Stimmrecht
Straßenanlieger

T

Tagesordnungspunkt "Wirtschaftsplan"
Teileigentum
Teilungserklärung
Terrassensanierung
Tierhaltung

V

Veränderung (bauliche)
Veräußererhaftung
Vereinbarungsändernder Beschluß
Vereinbarungsersetzender Beschluß
Vermieter
Vermietung
Verkäuferpflichten
Verkleidungen
Versorgungsleitungen
Versicherungen
Verwalter
Verwalterbestellung
Verwalterbestellung-Maklertätigkeit
Verwaltervertrag
Verwalterzustimmung
Verwaltungsbeirat
Verzug

Vollmacht
Vollstreckungsgegenklage
Vormietrecht/Vorpachtrecht
Vorschüsse

W

Werbungskosten
Wiedereinsetzung
Wirtschaftsplan
Wohngebäudeversicherung
Wohngeld
Wohnungseigentümerversammlung

Wohnungseigentümerversammlung - Ja-Stimmenauszählung bei Beschlußfassung
Wohnungseigentumsverwaltung - unechte
Wohnungseigentum - Begründung

Z

Zerrüttung
Zitterbeschluss
Zugang
Zurechnung
Zustellung
Zwangsverwalter
Zweckbestimmung


Hobbyräume

Hobbyräume in einem Wohngebäude dienen je nach Ausstattung und Lage der Hobbyräume den unterschiedlichsten Bedürfnissen der Eigentümer und Bewohner.

Hobbyräume in Dächern oberhalb von Wohnungen und Hobbyräume in Keller unterhalb einer Wohnung, die unmittelbar mit der zugehörigen Wohnung verbunden sind, werden vielfach als Wohnraum oder zumindestens wohnraumähnlich genutzt. Ob Hobbyräume baurechtlich als Wohnräume genutzt werden können und dürfen hängt von den einschlägigen Bestimmungen der jeweiligen Baugesetze ab. Werden Hobbyräume als Wohnräume genutzt und dienen sie als Aufenthaltesräume im Sinne des Art. 48 BayBO, müssen Hobbyräume auch die gesetzlichen Vorschriften über die Ausgestaltung, Größe und Lage der Aufenthaltsräume erfüllen. Hobbyräume als Aufenthaltsräume müssen eine für ihre Benutzung ausreichende Nutzfläche und lichte Höhe von mindestens 2,3 m haben (Art. 48 Abs. 2 BayBO). Für Aufenthaltsräume im Dachgeschoß und im Kellergeschoß kann gestattet werden, daß die lichte Höhe bis auf 2,2 m verringert wird. Bei einem nachträglichen Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken ist für die Aufenthaltsräume eine lichte Höhe von mindestens  von 2,2 m zulässig. Hobbyräume die als Aufenthaltsräume/Wohnräume genutzt werden, müssen auch sämtliche übrigen Vorschriften der Baugesetze für Aufenthaltsräume in Wohnungen erfüllen. 

Aufenthaltsräume und Wohnungen im Kellergeschoß sind nach Art. 50 Abs. 1 BayBO nur zulässig, wenn die natürliche oder festgelegte Geländeoberfläche, die sich an die Außenwände mit notwendigen Fenstern anschließt in einer ausreichenden Entfernung nicht mehr als 0,7 m über den Fußboden liegt. Ein Lichteinfallwinkel von höchstens 45 Grad zur Waagrechten ist einzuhalten. 

Aufenthaltsräume im Dachraum müssen die erforderliche lichte Höhe über mindestens der Hälfte ihrer Nutzfläche haben; Raumteiler mit einer lichten Höhe unter 1,5 m bleiben dabei außer Betracht (Art. 51 Abs. 1 BayBO).

Hobbyräume, die als Aufenthaltsräume/Wohnräume genutzt werden sollen, müssen  selbstverständlich auch sämtliche Auflagen und Vorschriften des Brandschutzes, des Wärmeschutzes und allen sonstigen einschlägigen Vorschriften des Bauordnungsrechtes erfüllen. Hobbyräume im Keller oder Dachgeschoß, die als Aufenthalsträume genutzt werden sollen, müssen darüberhinaus zur Nutzung als Wohnräume genehmigt sein. Bestimmt nun eine Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung einer Eigentumswohnanlage, daß Hobbyräume auch als Wohnräume genutzt werden dürfen, so ist diese Regelung eine Zweckbestimmung mit Vereinbarungscharakter, die nach den Grundsätzen zur Auslegung von Grundbucheintragungen also aus der Sicht eines unbefangenen Betrachters auszulegen sind. Auch wenn bauordnungsrechtlich eine Genehmigung zur Nutzung derartiger Hobbyräume als Wohnräume nicht vorliegt, ist jedenfalls der jeweilige Eigentümer dieser Hobbyräume zur Wohnraumnutzung nach Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung berechtigt. Die übrigen Eigentümer und die Eigentümergemeinschaft insgesamt können die Unterlassung der Wohnraumnutzung nicht verlangen. Insbesondere können die Eigentümer bei Einhaltung bauordnungsrechtlicher Vorschriften im Hinblick auf Wohnräume der Eigentumswohnanlage mangels drittschützender Wirkung zu ihren Gunsten nicht erzwingen (OLG Saarbrücken, Beschluß vom 26.08.1998 - V W 173/98 - 52 - Fundstelle nicht bekannt).

Die Rechtsbeziehungen der Eigentümer einer Eigentümergemeinschaft zueinander ergeben sich aus den Regeln der Gemeinschaft (§§ 741 ff BGB) in der besonderen Ausgestaltung des Wohnungseigentumsgesetzes. Auf diese Sonderbeziehungen der Eigentümer nach Gemeinschaftsrecht finden in der Regel nachbarrechtliche Vorschriften keine Anwendung. Abweichend von den Eigentümern einer WEG können die Nachbareigentümer der benachbarten Grundstücke die Einhaltung von baulichen Auflagen mit Schutzwirkung für Dritte mit der quasi negatorischen Unterlassungsklage in entsprechender Anwendung des § 1004 BGB durchsetzen.

Wegen des Verkaufs eines Hobbyraumes im Spitzboden über der Dachgeschoßwohnung, der nur über eine Einschubtreppe im Sondereigentum begehbar ist

siehe

"Falsche Angaben über den Umfang des Sondereigentums - Hobbyräume"

siehe